Wenn die Äsung mit dem Äser aufgenommen wird…

Es sind verwirrende Begriffe die in der Jägersprache verwendet werden um das Futter und das Essverhalten von Tieren zu beschreiben. Darum hier eine kleine Exkursion zum Thema Haarwild…

Was ist Haarwild

Als Haarwild bezeichnet man im Allgemeinen „dem Jagdrecht unterliegende Säugetiere“…

Unter Haarwild verstehen wir in diesem Fall alles ausser Raubwild und Schwarzwild.

Im Speziellen interessieren in diesem Artikel das Schalenwild und hiervon die Wiederkäuenden.
Zum Beispiel:

  • Hirsch
  • Reh

Wie ernährt sich Haarwild

Reh

Rehe sind sogenannte Konzentrationsselektierer – man könnte Sie auch als „Nascher“ bezeichnen. Der Grund für diese Bezeichnung liegt im relativ kleinen Pansen den das Reh besitzt. Die führt dazu dass das Tier nur kleine Mengen an energiereicher Nahrung wie Blüten, Knospen und Kräutern zu sich. Dafür findet diese Nahrungsaufnahme – das Äsen – 10 bis 12 mal am Tag und in der Nacht statt. Dazwischen wird die Nahrung wiedergekäut und verdaut.

Hirsch

Der Hirsch ist weniger wählerisch was seine Äsung angeht. Er ist auf Grund seiner Grösse besser in der Lage mehr Äsung beim Äsen aufzunehmen. Ausserdem ist seine Verdauung auch auf gröbere Kost wie Eicheln, Buchnüsse und Kastanien oder sogar trockenes Gras zu verarbeiten. Im Frühjahr und Sommer stehen jedoch Knospen und Gras sowie Früchte und Getreide oben auf dem Speisezettel.

Mit was wird die Nahrung aufgenommen?

Es wäre ja etwas einfach zu sagen mit dem Mund, der Schnauze oder dem Maul…

Da viele Begriffe in der Jagdsprache alt sind und zum Teil aus dem Mittelhochdeutsch stammen, hat der Begriff des „Äser“ seit dem 16 Jahrhundert seinen festen Platz in der Jagdsprache. Er bezeichnet also nichts anders wie das Maul des Tieres das beim Äsen Äsung zu sich nimmt.

Kurz und bündig

Die Aufnahme von Nahrung beim Schalenwild nennt man Äsen.

Die Nahrung bezeichnet man als Äsung.

Das Tier frisst mit dem Äser.